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“Die Probleme, die es in der Welt gibt, sind nicht mit der gleichen Denkweise zu lösen, die sie erzeugt hat.“
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James Gustave Speth: Wir ernten, was wir säen. Die USA und die globale Umweltkrise, Verlag C.H. Beck, München 2005

„Der wichtigste Wandel zur Nachhaltigkeit muss sich in unserer Kultur und unserem Bewusstsein vollziehen.“

Mit diesen Worten skizziert James Gustave Speth den wichtigsten aller Übergänge zu einer nachhaltigen Zukunft in seinem neuen Buch. Speth ist Professor für Umweltpolitik und Nachhaltige Entwicklung an der Yale University (USA), Begründer des World Resources Institute und war Chefberater der nationalen Umweltkommission der US-Präsidenten Jimmy Carter und Bill Clinton. Besonders beunruhigend sei es, dass in den letzten Jahren national viele Umweltprobleme erfolgreich angegangen wurden, während auf globaler Ebene die Bemühungen überwiegend gescheitert sind, meint Speth. Alle internationalen Vereinbarungen und Verträge der letzten beiden Jahrzehnte seien wirkungslos geblieben. Und nicht zuletzt die Umweltpolitik der USA spiele hierbei eine unrühmliche Rolle.

In den ersten beiden Teilen seines Buches beschreibt Speth, wie die Umweltprobleme globale Ausmaße angenommen haben, was im Augenblick gegen diese globalen Probleme unternommen wird, wo und warum es nicht vorangeht. Bisher seien meist die Symptome bekämpft worden, künftige Anstrengungen müssten sich aber gegen die Krankheit selbst richten. Er fragt: Welche Kräfte führen unmittelbar zu einer weitreichenden Zerstörung der Umwelt und was steckt dahinter? Zehn gravierende Faktoren der Umweltzerstörung werden analysiert. Und diese Trends seien so stark, dass es noch viele Jahre dauern wird, bis sie zum Erliegen kommen.

Abschließend skizziert Speth acht mögliche Wege – als Übergänge in eine nachhaltige Zukunft. Dazu gehören u.a. der Übergang zu einer stagnierenden oder abnehmenden Weltbevölkerung, der Übergang zum Abbau der Massenarmut, der Übergang zu umweltfreundlichen Technologien, die Einführung umweltgerechter Preise und der Übergang zu einem nachhaltigen Konsum. „Um eine solche Zukunft zu verwirklichen, müssen die Gesellschaften eine Vielzahl fataler Denkgewohnheiten ablegen, wozu auch gehört, sich von dem Zauber zu befreien, der von einem grenzenlosen Wachstum ausgeht ...“. (S. 225)

In jedem der acht Bereiche, in denen sich ein Wandel vollziehen muss, gebe es aber hoffnungsvolle Anzeichen und ermutigende Entwicklungen. Unter all den Bemühungen, den Werten und Prinzipien für eine nachhaltige Zukunft einen Rahmen zu geben, sei der Entwurf der Erd-Charta bislang die geschickteste und die mit dem größten Zuspruch. Diese Einschätzung des renommierten und engagierten Umweltwissenschaftlers macht Mut, sich weiter für diese weltweite Initiative zu engagieren.


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